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Konsular-Informationen A-Z

09.03.2021 - Artikel


Nachfolgend finden Sie in alphabetischer Ordnung Informationen zu

Ausgeschnittene Buchstaben: A bis Z
A-Z © colourbox

einzelnen Themen des konsularischen Service der Botschaft Rabat als auch nützliche Informationen zu Marokko. Bitte beachten Sie, dass für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen zu marokkanischem Recht keine Gewähr übernommen werden kann! Die nachstehenden Angaben basieren darüber hinaus auf Informationen die der Botschaft zum Zeitpunkt der Abfassung vorlagen. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit, insbesondere wegen zwischenzeitlich eingetretener Veränderungen, kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Rechtsverbindliche Informationen zum marokkanischen Recht können im Übrigen nur die marokkanischen Auslandsvertretungen oder aber die jeweils zuständigen marokkanischen Behörden selbst erteilen!

Konsularinformationen A-Z

Unbedingt anzuraten ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung für die Zeit Ihres Aufenthalts in Marokko. Ein Rettungsflug nach Deutschland kann sehr teuer werden. Eine Rücktransportversicherung deckt diese Kosten ab. Ob und in welchem Umfang Sie während Ihrer Auslandsreise krankenversichert sind, sollten Sie vor Ihrer Abreise ins Ausland mit Ihrer Krankenversicherung klären. Die gesetzliche deutsche Krankenversicherung übernimmt die Kosten einer etwaigen Behandlung in Marokko nicht.

Bei den nachfolgend genannten Rettungsdiensten handelt es sich nur um eine Auswahl!

Die Mitgliedschaft in einem Rettungsdienst ist bei Auslandsreisen sehr ratsam.

  • Allgemeiner Deutscher Automobilclub e.V.; ADAC-Ambulance; Hansastraße 19 80686 München (Zentrale); Tel.: 0800 5 10 11 12 (Info-Service); Tel.: +49 89 76 76 77 (medizinische Notfallhilfe) +49 89 22 22 22 (Pannenhilfe); Email: ambulance@adac.de (Transport, Verletzungen, Erkrankungen) Fax: 0800 5 30 29 28; www.adac.de 
  • DRF Luftrettung; Rita-Maiburg-Straße 2; 70794 Filderstadt; Tel.: 0711/ 70 10 70 (Notruf); Tel.: 0711/ 7007 2211 (Service-Center); Fax: (0711) 70 07 2349; Mail: info@drf-luftrettung.de; www.drf-luftrettung.de
  • Deutsches Rotes Kreuz e.V.; Deutsches Rotes Kreuz Flugdienst GmbH; Auf'm Hennekamp 71; Tag und Nacht; 40225 Düsseldorf; Tel. 030 / 85404 - 0; Fax: 030 / 85404 - 450; www.drk.de
  • Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.; Alarmzentrale; Frankfurt Straße 666; 51107 Köln; Tel.: +49 30 26997-0 (Zentrale); Tel.: +49 221 891033 (Ärztl. Dienst); Fax: +49 30 26997-444 oder +49 221 8903100; Mail: alarmzentrale@juh-cologne.de; www.juh-cologne.de 
  • Deutsche Flug-Ambulanz gemeinnützige GmbH; Flughafen, Halle 3; 40474 Düsseldorf; Tel.: 0211/43 17 17 (Notruf); Tel.: +49 211 450651 (Büro); Fax: 0211/41 55 91 99; Mail: info@deutsche-flugambulanz.de; www.deutscheflugambulanz.de
  • Maltester-Hilfsdienst e.V.; MHD-Rückholdienst; Kalker Hauptstraße 22-24; 51103 Köln; Notrufzentrale (24 Stunden); Tel.: 0221/ 98 22 0 (Zentrale); Tel.: 0221/ 98 22 333; Fax: 0221/ 98 22 399; Mail: rueckholdienst@maltanet.de; www.malteser.de 



Grundsätzlich ist die medizinische Versorgung in Marokko gewährleistet. Insbesondere in den größeren Städten (z.B. Casablanca, Rabat, Tanger, Fes, Marrakesch, Agadir) gibt es ein dichtes Netz an Ärzten und Kliniken. Marokko verfügt über ein öffentliches Gesundheitswesen mit einem über das ganze Land verteilten öffentlichen Krankenhausnetz. Allerdings sind die öffentlichen Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen im Vergleich zu Deutschland meist schlechter ausgestattet. Eine Notfallversorgung ist fast überall in Marokko möglich.

Die vor allem in den Städten in relativ großer Zahl vorhandenen privaten Kliniken und Arztpraxen bieten im ambulanten Bereich ein breites Spektrum fachärztlicher Versorgung an. Eine ganze Reihe der großen Privatkliniken ist darüber hinaus für Notfälle, für die Behandlung schwerer Erkrankungen (auch intensivmedizinisch) sowie für chirurgische Eingriffe ausgestattet und verfügt über stationäre Versorgungsmöglichkeiten.

Kontaktdaten und Adressen von Ärzten und Kliniken finden Sie u.a. über die Website der Gelben Seiten Marokkos: http://www.pj.ma/ oder http://www.telecontact.ma/

Hinweis:

Die unten stehenden Informationen sind nach bestem Wissen der Botschaft zusammengestellt. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann nicht übernommen werden. Für weitergehende Informationen konsultieren Sie bitte einen Vertreter der rechtlichen Berufe.

Beglaubigung von Fotokopien

Die Beglaubigung einer Fotokopie ist die Bestätigung der Übereinstimmung einer Kopie mit einem Original durch einen Beglaubigungsvermerk.

Dazu wird das Original des Schriftstückes mit einer davon gefertigten Kopie verglichen und mit einem Beglaubigungsvermerk versehen. Die so beglaubigte Kopie kann im allgemeinen Rechtsverkehr an die Stelle des Originals treten.

Nicht beglaubigt werden unter anderem:

  • Computerausdrucke oder andere maschinell erstellte Dokumente, die weder Unterschrift noch Stempelaufdruck haben und daher beliebig oft reproduzierbar sind.
  • Abschriften und Kopien, wenn der Zusammenhang eines aus mehreren Blättern bestehenden Schriftstückes aufgehoben ist.
  • Kopien von Bescheinigungen (z.B. ärztliche Bescheinigung, Praktikumsbescheinigung, Teilnahme an privaten Sprachkursen). In diesem Fall wird empfohlen, eine weitere Originalbescheinigung direkt beim Aussteller zu beschaffen.
  • Kopien von Schriftstücken, die Durchstreichungen oder Ergänzungen enthalten, die im Original nicht vorhanden sind.
  • Kopien von Schriftstücken, bei denen das Original den Anschein erweckt, als sei es verändert worden
  • Schriftstücke in einer anderen Sprache als der arabischen, deutschen, französischen oder englischen Sprache, da die Zulässigkeit der amtlichen Beglaubigung im Wesentlichen vom (Rechts-) Charakter des Originals abhängt.
  • Sofern es sich um Urkunden aus anderen Staaten handelt, müssten diese legalisiert oder mit einer Apostille und zudem mit einer beglaubigten Übersetzung in die deutsche Sprache versehen sein oder mit mehrsprachigem Formular gem. Verordnung (EU) 2016/1191 versehen sein.

Bitte buchen Sie einen Termin über das Terminvergabesystem auf der Webseite der Botschaft. Zur Vorsprache bringen Sie bitte die folgenden Unterlagen mit:

1.      Originaldokument

2.      Kopie des Originaldokuments (alle Seiten)

3.      Gültiges Ausweisdokument

Die Gebühr beträgt bei Dokumenten mit bis zu 10 Seiten 10,- Euro pro Kopie, zahlbar in bar in Dirham zum jeweiligen Tageskurs. 

Unterschriftsbeglaubigung

Die Unterschriftsbeglaubigung ist eine öffentliche Beurkundung bezogen auf das Wissen der Urkundsperson darüber, wer die Unterschrift vor ihr vollzogen oder anerkannt hat. Hierfür ist die persönliche Vorsprache in der Botschaft nach vorheriger Terminbuchung über das Terminvergabesystem erforderlich. Eine Belehrung über die rechtliche inhaltliche Bedeutung des zu unterzeichnenden Dokuments findet nicht statt – es wird geprüft, ob die Beglaubigung für den beabsichtigten Zweck ausreichend ist.

In vielen Fällen ist die Unterschriftsbeglaubigung ausreichend, um ein Dokument rechtlich wirksam werden zu lassen.

Einige Beispiele hierfür sind:

  • Genehmigungserklärung: Erklärung, mit der ein Vertretener einen in Deutschland bereits unterzeichneten Vertrag im Nachhinein genehmigt (beispielsweise beim Verkauf einer Immobilie);
  • „einfache“ Vollmachten: Vollmachten, in denen sich der Vollmachtgeber weniger stark bindet, z.B. widerrufliche Vollmachten für ein einzelnes Rechtsgeschäft;
  • Beantragung eines Führungszeugnisses (siehe hierzu auch Informationen auf der Webseite der Botschaft);
  • Erklärung zur Ausschlagung einer Erbschaft;
  • Antrag auf Erteilung eines Ehefähigkeitszeugnisses (siehe hierzu auch Informationen auf der Webseite der Botschaft).

Zur Vorsprache bringen Sie bitte die folgenden Unterlagen mit:

1.      Ihren gültigen Reisepass oder Personalausweis

2.      Nachweis Ihres aktuellen Wohnsitzes in Marokko

3.      Das Dokument, das Sie unterzeichnen wollen, vollständig ausgefüllt, aber noch nicht   unterschrieben

4.      Zusätzlich, falls zutreffend, den bereits abgeschlossenen Vertrag, der genehmigt werden soll.

Im Zusammenhang mit  Immobiliengeschäften ist eine Vollmacht mit Unterschriftsbeglaubigung regelmäßig nicht ausreichend.

Für Unterschriftsbeglaubigungen fällt eine Gebühr nach der Auslandsgebühren-verordnung an. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem Wert des der Unterschriftsbeglaubigung zugrunde liegenden Rechtsgeschäftes und beträgt zwischen 20,- und 250,- Euro, und muss  am Termin in bar in marokkanischen Dirham gezahlt werden. Die Botschaft kann vorab keine verbindlichen Auskünfte zur Höhe der jeweils zu entrichtenden Gebühr erteilen.

Beurkundung

Bei Rechtsgeschäften mit weitreichenden Folgen (z.B. Vaterschaftsanerkennung ist nach deutschem Recht anstelle der einfachen Unterschriftsbeglaubigung die strengere Form einer Beurkundung vorgeschrieben. In diesen Fällen ist eine Terminbuchung über das Online-System nicht möglich. Bitte nehmen Sie zur Klärung, ob eine gewünschte Beurkundung durch die Botschaft auch durchgeführt werden kann, sowie zur Vorbereitung der Urkunde und Terminabsprache rechtzeitig Kontakt schriftlich oder per E-Mail an info@rabat.diplo.de mit dem Rechts- und Konsularreferat auf (telefonische Anfragen können leider nicht beantwortet werden).

Die Beurkundung einer Vollmacht in Immobilienangelegenheiten durch die Botschaft  Rabat ist nicht möglich.


In Marokko gelten strenge Devisenbestimmungen.

Devisen müssen bei der Ein- und Ausfuhr ab einem Gegenwert von 100.000,-- MAD deklariert werden. Die Deklarationsbescheinigung ist aufzubewahren und erforderlichenfalls bei Ausfuhr wieder vorzuzeigen. Sie ist nur einmal gültig und darf nicht älter als 6 Monate sein. Dirham-Beträge dürfen bis zu einer Höhe von 2.000,- MAD ein- und ausgeführt werden. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des marokkanischen Zolls

Anmeldepflicht für Barmittel oder gleichgestellte Zahlungsmittel bei Ein- oder Ausreise innerhalb der EU

Alle Personen, die mit 10.000,- EUR oder mehr Barmittel in die EU einreisen oder aus der EU ausreisen, müssen seit 15. Juni 2007 diesen Betrag beim Zoll anmelden. Diese Maßnahme dient der Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismus und Kriminalität und soll zur Verstärkung der Sicherheit und Vorbeugung von Verbrechen auf EU-Ebene beitragen.

Merkblätter und Anmeldevordrucke finden Sie auf der Webseite des deutschen Zolls

Touristen sind - wie auch in anderen Urlaubsländern – bevorzugte Opfer für Diebstähle. Grund hierfür ist aller Warnungen zum Trotz nicht zuletzt fehlende Wachsamkeit und Gutgläubigkeit. Behalten Sie Ihr Gepäck immer im Auge (auch in Abflughallen und im Hotel). Lassen Sie nichts sichtbar im geparkten Wagen liegen. Im Falle eines Diebstahls sollten Sie beim zuständigen Polizeirevier Anzeige erstatten. Alleinreisende Frauen sollten besonders umsichtig sein. Von wildem Campen sowie Übernachtungen im Wohnmobil außerhalb der dafür vorgesehenen Plätze wird wegen der damit verbundenen Gefahren abgeraten.

Auskünfte zur allgemeinen Sicherheitslage geben Ihnen die laufend aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts :

https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/marokko-node/marokkosicherheit/224080

VORSICHT! Haschisch wird teilweise verlockend billig angeboten, sogar aufgedrängt. Der Besitz von Rauschgift wird in Marokko mit Haftstrafen bis zu 10 Jahren einschließlich hoher Geldstrafen geahndet. Bereits der Besitz kleinster Mengen ist strafbar. Das Risiko eines Gefängnisaufenthalts unter schwierigen Bedingungen lohnt sich in keinem Fall. Besonders bei Fahrten durch das Rif-Gebirge ist Umsicht geboten. Nehmen Sie keine Gepäcksendungen oder Briefe von Unbekannten an.

Die Anmeldung einer Eheschließung in Deutschland erfolgt beim Standesamt am deutschen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort eines der beiden Eheschließenden. Eheschließende, die keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, melden die Eheschließung bei dem Standesamt an, bei dem die Ehe geschlossen werden soll. Ausländische Staatsbürger können in Deutschland nur die Ehe schließen, wenn zumindest einer der Ehegatten seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat. Das für Sie zuständige Standesamt an Ihrem Wohnsitz wird auch mitteilen, welche Unterlagen die Verlobten für die Anmeldung der Eheschließung vorzulegen haben. Marokkanische Personenstandsurkunden müssen in jedem Fall legalisiert sein, damit Sie im deutschen Rechtsverkehr verwendet werden können. Hinweise zum Legalisationsverfahren finden Sie unter der Rubrik „Legalisation“. Bitte beachten Sie, dass marokkanische Ledigkeitsbescheinigungen grundsätzlich nicht legalisiert werden können.

Eine Eheschließung in Marokko ist nur möglich, wenn ein Verlobter marokkanischer Staatsangehöriger ist. Verbindliche Auskünfte zum marokkanischen Recht können nur die zuständigen marokkanischen Behörden erteilen. Die marokkanischen Behörden verlangen von deutschen Staatsangehörigen für die Eheschließung regelmäßig eine Ehefähigkeitsbescheinigung, ausgestellt von der Deutschen Botschaft bzw. den Honorarkonsuln in Agadir, Casablanca oder Tanger. Dazu ist ein deutsches Ehefähigkeitszeugnis vorzulegen. Dieses Ehefähigkeitszeugnis stellt Ihnen auf Antrag das Standesamt am Wohnsitz des deutschen Verlobten aus. Erkundigen Sie sich dort bitte direkt über das weitere Verfahren. Die meisten Fragen zur Eheschließung in Marokko beantwortet unser Merkblatt

Bei der Registrierung  einer Auslandseheschließung im deutschen Eheregister sind sämtliche Angaben im Antrag durch die Vorlage der entsprechenden Personenstandsurkunden nachzuweisen. Diese sind im Original und jeweils als beglaubigte Fotokopie dem Antrag beizufügen. Ob noch weitere Urkunden benötigt werden, kann im Einzelnen erst nach Vorliegen des Antrages sowie der Unterlagen festgestellt werden.

Anträge auf Beurkundung der Erklärung zur Namensführung können direkt beim zuständigen deutschen Standesamt oder im Ausland bei der jeweils örtlich zuständigen deutschen Auslandsvertretung gestellt werden.

Informationen zu güterrechtlichen Fragen finden Sie in diesem Merkblatt

Marokkanische Scheidungsurteile bedürfen der Anerkennung in Deutschland. Die Anerkennung erfolgt auf Antrag. Erst wenn dem Antrag durch Bescheid entsprochen worden ist, entfaltet die ausländische Entscheidung auch für den deutschen Rechtsbereich Wirkung. Zuständig ist die Justizverwaltung (bzw. ein Oberlandesgericht) des Bundeslandes, in dem einer der früheren Ehegatten seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Hat keiner der früheren Ehegatten seinen Aufenthalt in Deutschland, so beurteilt sich die Zuständigkeit, falls eine neue Ehe geschlossen oder Lebenspartnerschaft begründet werden soll, danach, in welchem Bundesland die Eheschließung oder Begründung der Lebenspartnerschaft erfolgen soll. Sofern keiner der früheren Ehegatten seinen Aufenthalt in Deutschland hat und in Deutschland auch keine neue Ehe geschlossen oder Lebenspartnerschaft begründet werden soll, ist der Antrag zu richten an die

Senatsverwaltung für Justiz in Berlin
Salzburger Straße 21 - 25
10825 Berlin

Weitere Auskünfte finden Sie hier: Konsularinformationen des Auswärtiges Amtes

Wenn Sie in Marokko Erbe geworden sind, benötigen Sie einen marokkanischen Erbschein. Dieser wird auf Antrag durch das „Tribunal de première Instance“ des letzten Wohnsitzes des Erblassers ausgestellt. Bitte wenden Sie sich bei Fragen hierzu an das zuständige Gericht. Sonstige Auskünfte zum marokkanischen Erbrecht erteilt Ihnen ein marokkanischer Rechtsanwalt  oder Notar. Wenn Sie in Deutschland Erbe geworden sind, Ihren Wohnsitz in Marokko  haben und einen deutschen Erbschein benötigen, wenden Sie sich bitte an die Konsularabteilung.

Auswirkungen der Europäischen Erbrechtsverordnung

Deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz in Marokko: Für Todesfälle ab dem 17. August 2015 gilt die Europäische Erbrechtsverordnung (Verordnung EU Nr. 650/2012, EU-ErbVO). Wenn sich ein Erbfall nach diesem Tag ereignet hat, unterliegt die gesamte Rechtsnachfolge von Todes wegen dem Recht des Staates, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte (Art. 21 EU-ErbVO).
Mehr dazu hier: Merkblatt zur europäischen Erbschaftverordnung

Der deutsche Führerschein kann in Marokko ab dem Datum der Einreise für die Dauer von bis zu einem Jahr genutzt werden. Nach Ablauf dieser zulässigen Nutzungsdauer ist ein marokkanischer Führerschein zu beantragen. Weitere Informationen zur Nutzung von EU-Führerscheinen in Marokko als auch zur Beantragung eines marokkanischen Führerscheins befinden sich auf der Webseite des marokkanischen Transportministeriums.

Bei Führerscheinverlust oder -diebstahl in Marokko ist die Führerscheinstelle des letzten deutschen Wohnortes für die Ersatzausstellung zuständig. Bitte wenden Sie sich bei Verlust Ihres Führerscheins an die für Sie zuständige Führerscheinstelle. Die Führerscheinstelle wird Ihnen mitteilen, welche Unterlagen für die Ausstellung eines Ersatzführerscheins vorgelegt werden müssen. Die Botschaft kann eventuell erforderliche Unterschrifts- oder Übersetzungsbeglaubigungen (z. B. einer Verlust- oder Diebstahlsanzeige) oder die Aushändigung oder Zustellung des Ersatzführerscheins vornehmen. Wird zur Glaubhaftmachung eines Führerscheinverlusts oder -diebstahls von Ihnen die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung (§ 5 S. 1 StVG) verlangt, kann die Auslandsvertretung diese ebenfalls abnehmen.

Ein deutsches Führungszeugnis können Sie direkt beim Bundesamt für Justiz beantragen. Bitte beachten Sie, dass die Personendaten und die Unterschrift beglaubigt werden müssen. Die Beglaubigung kann durch die deutsche Botschaft in Rabat erfolgen.

Wenn Sie Ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Marokko haben, können Sie ein marokkanisches Führungszeugnis online beim marokkanischen Justizministerium beantragen.


Von den marokkanischen Behörden aufgefundene oder dort abgegebene deutsche Passdokumente und/oder deutsche Aufenthaltstitel werden an die Botschaft weitergegeben. Die Botschaft leitet die Dokumente umgehend an die zuständigen deutschen Behörden weiter. Betroffene wenden sich bitte an die für Sie zuständige deutsche Behörde.

Andere Fundsachen können weder von der Botschaft angenommen noch den Betroffenen durch die Botschaft übersandt werden.

Geburt
Geburt© colourbox.com

Sie können direkt beim zuständigen deutschen Standesamt oder über die für Ihren ausländischen Wohnort zuständige deutsche Auslandsvertretung einen Antrag auf Nachbeurkundung der Geburt  stellen.

Entnehmen Sie bitte unserem Merkblatt, was für Unterlagen Sie hierfür benötigen. Hier finden Sie den Antrag auf Nachbeurkundung der Geburt.

Informationen zur Erklärung der Namensführung entnehmen Sie Bitte unserem Merkblatt.

Anträge auf Beurkundung der Erklärung zur Namensführung können direkt beim zuständigen deutschen Standesamt oder im Ausland bei der jeweils örtlich zuständigen deutschen Auslandsvertretung gestellt werden


Geldtransferdienstleister sind eine oft genutzte Möglichkeit, sich im Ausland kurzfristig mit Bargeld zu versorgen. Die Einzahlung erfolgt in Deutschland entweder durch eine Online-Überweisung oder direkt bei Postbank und Reisebank. Die Auszahlung im Ausland erfolgt über Western Union oder eine entsprechende Bankfiliale, die in allen größeren marokkanischen Städten ein Büro haben. Einzelheiten zum Verfahren erfahren Sie auf den Internetseiten der entsprechenden Anbieter.

Sie können bei jeder größeren Bank und in Wechselstuben ausländische Währungen in marokkanische Dirham umtauschen. Achten Sie darauf, eine Quittung über den Geldwechsel (Bordereau de Change) zu erhalten und bewahren Sie diese gut auf. Bei der Ausreise noch vorhandene Dirham-Beträge können nur unter Vorlage dieser Quittung zurückgetauscht werden. Geldumtausch auf der Straße und auf dem „Schwarzmarkt“ sind nicht ratsam.

Kreditkarten werden weitgehend akzeptiert, insbesondere in Touristengebieten. Bargeld kann an den entsprechend gekennzeichneten Bankautomaten (in Dirham) gezogen werden. Mit deutschen EC-Karten (Debitkarten), die nur über die Zahlungsfunktion „V-Pay“ verfügen, können Sie in Marokko weder bezahlen noch Geld abheben. Debitkarten mit der Zahlungsfunktion „Maestro“ sind teilweise verwendbar. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Bank. Eine PIN-Eingabe ist sowohl für die Zahlungsfunktion als auch für Barauszahlungen am Bankautomaten erforderlich.

Es gibt drei Honorarkonsuln in Marokko. Diese können beispielweise Beglaubigungen durchführen und Bescheinigungen ausstellen, marokkanische Urkunden aus ihrem Amtbezirk legalisieren oder konsularische Hilfe für Deutsche im Ausland leisten.

  • Der Amtsbezirk des Honorarkonsuls in Agadir umfasst die Region Agadir, Taroudant, Tiznit und Guelmim.
  • Der Amtsbezirk des Honorarkonsuls in Casablanca umfasst die Region Großraum Casablanca und Mohammedia.
  • Der Amtsbezirk des Honorarkonsuls in Tanger umfasst die Region Großraum Tanger,Tétouan und Al Hoceima.

Kontaktdaten, Öffnungszeiten und weiterführende Informationen finden Sie hier

Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind in Marokko strafbar.

In Untersuchungshaft und vor Gericht 

Nach der Verhaftung eines Deutschen in Marokko wird die Botschaft in der Regel durch die marokkanischen Behörden verständigt. Nach internationalem Recht hat jeder Verhaftete ein Recht darauf, innerhalb kürzester Zeit Kontakt mit seiner diplomatischen oder konsularischen Vertretung aufzunehmen, zumindest aber die Polizei zu veranlassen, die Verhaftungsmitteilung weiterzugeben. Angehörige der Botschaft versuchen dann, möglichst schnell den Inhaftierten mit Informationen und praktischer Hilfe zu unterstützen.

Die Einflussmöglichkeiten der Botschaft sind jedoch begrenzt. Die Botschaft kann auf Wunsch Angehörige verständigen und diese ggfs. bei der Organisation eines Besuchs unterstützen oder bei Bedarf zwischen dem Häftling und der Gefängnisverwaltung vermitteln. Die Botschaft kann den Angeklagten nicht vor Gericht vertreten, übernimmt keine Anwaltskosten und kann keinen Einfluss auf das Gerichtsverfahren nehmen.

Ab dem Zeitpunkt der Verhaftung kann der Festgenommene einen Rechtsanwalt mit seiner anwaltlichen Vertretung beauftragen. Die Botschaft verfügt über eine Liste marokkanischer Rechtsanwälte, für deren Qualität allerdings keine Gewähr übernommen wird. Deutsche Rechtsanwälte sind bei den hiesigen Gerichten nicht zugelassen. Die Botschaft kann die Anwaltskosten nicht übernehmen.

Gerichtssprache ist ausschließlich Arabisch. Die Anwesenheit eines Dolmetschers ist daher unumgänglich und hierauf haben Ausländer, die des Arabischen nicht mächtig sind, auch einen Rechtsanspruch. Sollte kein Dolmetscher verfügbar sein, sollte eine Vertagung beantragt werden.

Der auf die Verhaftung folgende erste Arrest auf der Polizeistation darf grundsätzlich nicht länger als 96 Stunden (4 Tage) dauern, kann allerdings einmalig um 48 Stunden - bei Staatssicherheitsdelikten um 96 Stunden - verlängert  werden. 

In Haft

Die Botschaft besucht regelmäßig die in Marokko inhaftierten deutschen Staatsangehörigen. Sollte darüber hinaus ein Besuch in dringenden Notfällen nötig sein, kann dies per Telegramm über die Gefängnisleitung mitgeteilt werden. Die Häftlinge können aus dem Gefängnis mit den nächsten Angehörigen telefonieren.

Die Botschaft ist bei der Beschaffung der Besuchserlaubnis für enge Verwandte behilflich.

Aufgrund der unsicheren Postverbindungen und der hiesigen Zollformalitäten wird davon abgeraten, sich Pakete oder Päckchen schicken zu lassen, zumal nahezu alle Dinge des täglichen Bedarfs (zum Teil sogar preisgünstiger) in Marokko beschafft werden können.

Falls Sie weitere Fragen rund um das Thema haben, kontaktieren Sie bitte die Botschaft über das Kontaktformular.

Anmeldung KfZ Marokko

Auf der Website des marokkanischen Transportministeriums finden Sie unter nachfolgenden Links Hinweise zu Anmeldungen von Fahrzeugen in Marokko.

Anmeldung eines aus dem Ausland eingeführten Fahrzeugs in Marokko

Anmeldung eines in Marokko gekauften Fahrzeugs

Bei vom Ausland nach Marokko verbrachten Fahrzeugen gilt es zu beachten, dass der marokkanische Zoll für die Einfuhr und dauerhaften Verbleib des Fahrzeugs in Marokko eine Einfuhrsteuer erhebt. Fahrzeuge, die älter als 5 Jahre sind, dürfen nicht dauerhaft nach Marokko eingeführt werden.  Weitere Einzelheiten, insbesondere zum Verfahren und der Höhe der zu erhobenen Einfuhrsteuer auf das jeweilige Fahrzeug finden Sie auf der
Website des marokkanischen Zolls

Zu beachten ist, dass Touristen, die Marokko mit dem eigenen Fahrzeug besuchen, bis zu einem Aufenthalt von max. 6 Monaten ihr Fahrzeug temporär steuerfrei einführen dürfen.  Gelegentlich werden bei der Einreise auch weniger als 6 Monate Frist gewährt, dann kann bei der zuständigen Zollbehörde eine Verlängerung bis auf insgesamt maximal 6 Monate beantragt werden.

Vorsicht ist generell beim Verkauf von im Tourismusverkehr zollfrei eingeführten Fahrzeugen geboten. Wenn der Fahrzeughalter sein Fahrzeug ohne entsprechende Genehmigung durch den Zoll verkauft oder versucht, das Land ohne das Fahrzeug zu verlassen, mit dem er eingereist ist, drohen ihm hohe Zollstrafen, u.U. auch eine Haftstrafe! Eine Ausreise ohne das Fahrzeug, mit dem man eingereist ist, ist faktisch nicht möglich, egal an welcher Grenzübergangsstelle. Alle marokkanischen Zoll-Grenzbehörden sind elektronisch vernetzt.

Probleme treten auch auf, wenn ein mit Kfz eingereister Tourist in einem Notfall (Autounfall, Verletzung, dringende Reise) Marokko ohne seinen PKW verlassen will. Er muss dann entweder eine Sondergenehmigung beim Zoll beantragen und sein Fahrzeug so lange beim Zoll hinterlassen (eine solche Genehmigung zu erhalten, ist sehr schwierig), den Einfuhrzoll nachentrichten oder - bei Unfallschäden - das Fahrzeug dem marokkanischen Staat übereignen. ADAC-Mitglieder können sich direkt mit ihrer lokalen ADAC-Vertretung in Agadir in Verbindung setzen. Diese kann eine Garantie für Mitglieder abgeben, welche in den vergangenen Jahren von den marokkanischen Grenzübergangsstellen akzeptiert wurde.

Auch bei Diebstahl eines Kfz kann der Einführende das Land nur verlassen, wenn der Einfuhrzoll nachentrichtet wird. Verfügt der Fahrzeughalter über einen Autoschutzbrief, der auch für Marokko gültig ist, so wird die Zahlung dieser Beträge regelmäßig von dem deutschen Versicherer übernommen. Einzelheiten hierzu sollten Sie jedoch bei Ihrem Versicherer erfragen.

Abmeldung von KfZ aus Deutschland

Allgemeines zu Fahrzeugdokumenten

Seit dem 01.10.2005 geben deutsche Zulassungsstellen, anstelle der bisherigen Fahrzeugdokumente (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief), bei Neuzulassung oder Änderung der Fahrzeugpapiere die sogenannte

- Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) &

- Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)

aus. Grundlage ist die Umsetzung der EU-Richtlinie 1999/37/EG des Rates. Vor dem 01.10.2005 ausgestellte Fahrzeugdokumente behalten grundsätzlich ihre Gültigkeit; ein Umtausch ist daher nicht erforderlich.

Die Angaben der Zulassungsbescheinigung in Teil I und Teil II müssen den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Es besteht daher eine unverzügliche Meldepflicht bei einem Besitzerwechsel, und zwar gleichermaßen für den Verkäufer als auch den Käufer. Ein in Deutschland zugelassenes Kfz muss, wenn es verkauft wurde, direkt bei der Zulassungsbehörde in Deutschland umgemeldet werden. Soll das Fahrzeug ins Ausland verbracht werden, kommt die Beantragung von Ausfuhrkennzeichen in Betracht. Hierüber informiert Sie die Zulassungsstelle in Deutschland.

Abmeldung = Außerbetriebsetzung von Kfz in Deutschland

Die Außerbetriebsetzung von Kfz richtet sich nach § 14 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV). Grundsätzlich ist ein Fahrzeug nach der Veräußerung unverzüglich bei der Zulassungsstelle in Deutschland auf den neuen Halter umzumelden, unabhängig davon, ob es im Inland bleibt oder ins Ausland verkauft wurde. Bei Verkauf an einen Erwerber im Ausland und ordnungsgemäßer Außerbetriebsetzung bei der Zulassungsbehörde im Inland erfolgt der Transport des abgemeldeten Fahrzeugs ins Ausland mit einem Ausfuhrkennzeichen. Weitere Hinweise zur Ausfuhr und Abmeldung des Fahrzeugs erhalten Sie von Ihrer Kfz-Zulassungsstelle. Die zuständige Zulassungsstelle entnehmen Sie den Fahrzeugpapieren bzw. dem Kennzeichen.

Auskünfte zu Fahrzeugen

Informationen über in Deutschland zugelassene Fahrzeuge (z.B. über technische Daten oder Unbedenklichkeitsbescheinigungen) erhalten sie grundsätzlich bei der jeweiligen Kfz-Zulassungsstelle. Die Zulassungsstelle entnehmen Sie den Fahrzeugpapieren bzw. dem Kennzeichen.

Beschaffung fehlender/verloren gegangener Fahrzeugpapiere

Sollten Sie während Ihres Marokkoaufenthalts mit Ihrem Fahrzeug Ihre Fahrzeugpapiere verlieren oder diese gestohlen werden, wenden Sie sich bitte an Ihre Kfz-Zulassungsstelle mit der Bitte, Ihnen umgehend neue Papiere auszustellen. Die neuen Fahrzeugpapiere können dann an die Botschaft geschickt und dort abgeholt werden. Welche Unterlagen notwendig sind, um Ersatzpapiere auszustellen, erfahren Sie bei Ihrer Kfz-Zulassungsstelle. In der Regel müssen Sie eine polizeiliche Bescheinigung über den Verlust / Diebstahl sowie einen Identitätsnachweis übersenden. Ggf. verlangt die Kfz-Zulassungsstelle aber noch weitere Unterlagen. Bitte beachten Sie, dass ohne Ersatzpapiere die Ausreise aus Marokko nicht möglich ist.



Seit dem 01.01.2021 erfolgt die Legalisation auch über den externen Dienstleister TLScontact in Rabat. Termine können hier  vereinbart werden.

Bitte beachten Sie bei der Buchung eines Legalisationstermins über TLScontact in Rabat, dass die Annahme ab dem 15.02.2021 ausschließlich Montags und Mittwochs erfolgt.

Legalisationen können weiterhin auch in der Botschaft vorgenommen werden. Die Vorsprache ohne Termin ist nicht mehr möglich. Bitte buchen Sie sich hier  einen Termin.

In der Regel fordern deutsche Behörden die Vorlage marokkanischer Urkunden in legalisierter Form an. Einfache Bescheinigungen (wie Lebensbescheinigung oder Wohnortbescheinigung) werden nicht mehr legalisiert. Weitere Informationen finden Sie in unserem Merkblatt.

Grundsätzlich können Sie Medikamente zum persönlichen Gebrauch nach Marokko einführen. Folgende Dokumente sind dem Zoll bei Einreise vorzulegen:

  • Ärztliche Verordnung (mit französischer oder arabischer Übersetzung)
  • Unterschriebene Erklärung, die eingeführten Medikamente ausschließlich zum persönlichen Gebrauch einzuführen

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des marokkanischen Zolls.

Informationen zur Erklärung der Namensführung entnehmen Sie bitte unserem Merkblatt

Anträge auf Beurkundung der Erklärung zur Namensführung können direkt beim zuständigen deutschen Standesamt oder im Ausland bei der jeweils örtlich zuständigen deutschen Auslandsvertretung gestellt werden.

Weitere Anträge:

  • Erklärung zur Namensführung minderjähriger Kinder
  • Erklärung über die nachträgliche Rechtswahl und Bestimmung der Namensführung in der Ehe

Bei Verlust Ihres deutschen Reisepasses können Sie einen Reiseausweis als Passersatz  beantragen, um in die Bundesrepublik Deutschland zurückzukehren.

Dazu müssen Sie das Verlust- bzw. Diebstahlprotokoll der marokkanischen Polizei vorlegen. Im Regelfall wird eine Kopie des deutschen Ausweisdokuments benötigt.

Welche weiteren Dokumente Sie mitbringen müssen, entnehmen Sie bitte dem Merkblatt.

Für die Beantragung ist kein Termin notwendig.

Die Ausstellung erfolgt durch die Konsularabteilung der Botschaft oder die Honorarkonsuln in Agadir , Casablanca und Tanger.



Der zivilrechtliche Rechtshilfeverkehr richtet sich generell nach dem Haager Übereinkommen vom 1. März 1954 über den Zivilprozess (HZPÜ, seit 14.09.1972 in Beziehung zu MAR in Kraft), dem Haager Zustellungsübereinkommen vom 15.11.1965 (HZÜ, seit 01.11.2011 in Beziehung zu MAR in Kraft) sowie dem deutsch-marokkanischen Vertrag über die Rechtshilfe und Rechtsauskunft in Zivil- und Handelssachen vom 29.10.1985, der am 23.06.1994 in Kraft getreten ist (siehe auch Länderteil Marokko der ZRHO). Dieses Abkommen sieht den direkten Verkehr zwischen marokkanischem Justizministerium und dem zuständigen deutschen Landesjustizministerium (bzw. auf umgekehrtem Weg eine Korrespondenz der deutschen Landesjustizverwaltung mit dem marokkanischen Justizministerium) vor. Die Botschaft ist bei Rechtshilfeersuchen im zivilrechtlichen Bereich grundsätzlich nicht mehr beteiligt.

Eingehende Rechtshilfeersuchen werden daher mit Ausnahme von z.B. konsularischen Vernehmungen in der Regel an die deutschen Gerichte und Behörden zurückgesandt.

Deutsche Konsularbeamte in Marokko sind nicht berechtigt, auf dem Amtshilfeweg von deutschen Behörden übermittelte Ersuchen um konsularische Zustellungen und Vernehmungen vorzunehmen.

Im Strafrechtsbereich gibt es zwischen dem Königreich Marokko und der Bundesrepublik Deutschland bisher kein Übereinkommen.

Die Botschaft hat auf dieser Liste  Namen, Adressen und Erreichbarkeiten der ihr bekannten Anwälte in Marokko zusammengestellt. Alle Angaben sind unverbindlich, stellen keine Empfehlung dar und erfolgen ohne Gewähr. Bei Mandatserteilung hat der Mandant für alle Kosten und Gebühren selbst aufzukommen.

Hier finden Sie die jüngsten Reise und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Marokko.

Der Status der Westsahara ist völkerrechtlich ungeklärt. Von Reisen in und durch die Westsahara rät die Botschaft grundsätzlich ab. Eine konsularische Betreuung durch die Deutsche Botschaft ist dort nicht möglich. Sämtliche Landgrenzen nach Algerien sind geschlossen.

Renten- und Sozialversicherungsrechtliche Fragen werden zwischen den zuständigen marokkanischen und deutschen Behörden direkt auf der Grundlage bilateraler Verträge geregelt. Die Botschaft ist für sozialversicherungsrechtliche Fragen und Rentenangelegenheiten daher nicht zuständig. Bitte wenden Sie sich direkt an die zuständige deutsche Behörde oder ggf. an die marokkanische Caisse Nationale de Sécurité Sociale (CNSS). Die Botschaft übernimmt jedoch regelmäßig die behördliche Bestätigung auf von deutschen Rententrägern von den jeweiligen Rentenempfängern eingeforderten jährlichen Lebensbescheinigungen.

„Bitte beachten Sie, dass die deutsche Rentenversicherung (DRV) für das Jahr 2020 das Verfahren für die Lebensbescheinigung vereinfacht hat. Sofern Sie als rentenberechtigte Person im Ausland Ihren Wohnsitz begründen, ist die Bestätigung der Lebensbescheinigung durch die deutsche Botschaft Rabat nicht mehr erforderlich. Bitte füllen Sie Ihre Lebensbescheinigung eigenständig aus und senden diese direkt an die Deutsche Post AG, Niederlassung Renten Service, 04078 Leipzig. Diese Vereinfachung gilt zunächst nur für das Jahr 2020. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Deutschen Post AG unter folgendem Link

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburt:

Ein Kind, dessen Mutter oder Vater zum Zeitpunkt der Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, erwirbt nach dem seit dem 01.07.1998 gültigem Recht in der Regel mit Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit. Weiterführende Informationen zum deutschen Staatsangehörigkeitsrecht finden Sie hier und hier

Bei Geburt außerhalb einer Ehe muss eine nach deutschem Recht wirksame Vaterschaftsanerkennung vorliegen, damit die Staatsangehörigkeit über den deutschen Vater erworben werden kann. Informationen dazu erhalten Sie unter dem Stichwort „Vaterschaftsanerkennung“ auf der Webseite.

Das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht hat zum Geburtserwerb verschiedene Änderungen erfahren. Die wichtigsten Stichtage für einen möglichen Erwerb durch Abstammung finden Sie nachstehend:

vom deutschen Vater:
In der Ehe geborene Kinder:             bei Geburt ab 01.01.1914
außerhalb der Ehe geborene Kinder: bei Geburt ab 01.07.1993

von der deutschen Mutter:
in der Ehe geborene Kinder:             bei Geburt ab  01.01.1975
außerhalb der Ehe geborene Kinder: bei Geburt ab 01.01.1914

Kinder von Eltern, die selbst nach dem 31.12.1999 im Ausland geboren sind, erhalten die deutsche Staatsangehörigkeit nur wenn innerhalb eines Jahres nach Geburt ihre Eintragung in ein deutsches Geburtenregister beantragt wird. Bitte informieren Sie sich dazu hier . Wie Sie Die Eintragung beantragen und eine deutsche Geburtsurkunde für Ihr Kind erhalten, erfahren Sie unter dem Stichwort „Geburt eines deutschen Kindes“.

Seit dem 01.01.2000 besteht eingeschränkt die Möglichkeit des Erwerbs der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburt in Deutschland (Geburtsrecht). Kinder ausländischer Eltern können danach mit Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten, wenn ein Elternteil bei der Geburt seit mindestens acht Jahren seinen gewöhnlichen rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland hat und ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzt. Dies wird regelmäßig in der deutschen Geburtsurkunde vermerkt.

 Weitere allgemeine Informationen:

Wenn Sie Ihren Wohnsitz im Ausland haben, ist Ihre zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde das Bundesverwaltungsamt.

Dort finden Sie Informationen zu  Fragen wie z.B. Staatsangehörigkeitsausweis, Beibehaltungsgenehmigung oder sonstigen Anliegen und dem jeweiligen Verfahren. Die aktuellen Antragsformulare sind dort ebenfalls eingestellt.

Die Botschaft kann allenfalls einen Antrag entgegennehmen und an das Bundesverwaltungsamt weiterleiten.

Das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht sieht grundsätzlich die Einbürgerung von Personen nur bei Inlandswohnsitz (also Wohnsitz in Deutschland) vor. Einbürgerungsanträge von Personen mit Wohnsitz im Ausland werden nur sehr selten vom Bundesverwaltungsamt positiv beschieden. Sie setzen ein besonderes staatliches Interesse voraus. Auf das individuelle Interesse des Antragstellers (gleiche Staatsangehörigkeit in der Familie, bessere Jobchancen, erleichterte Reisemöglichkeiten) kommt es hierbei nicht an. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte das Bundesverwaltungsamt.

Tollwut kommt in Marokko endemisch vor und stellt ein bedeutendes Gesundheitsproblem dar. Die Weltgesundheitsorganisation berichtet von jährlich ca. 20 Todesfällen durch Tollwut in Marokko! Die Hauptüberträger sind streunende Hunde, die das Virus durch Bisse oder speichelkontaminierte Kratzer übertragen können. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher als Prophylaxe eine Grundimmunisierung gegen Tollwut bei längeren oder wiederholten Aufenthalten in Marokko, siehe Reise- und Sicherheitshinweise für Marokko im Internet. Weiterführende Informationen können Sie zudem den unten verlinkten Merkblättern entnehmen.

Bitte beachten Sie Folgendes:

Der Impfstoff gegen Tollwut ist in Marokko nur Amtsärzten der Gemeinde zugänglich. An Krankenhäuser wird der Impfstoff nicht ausgeliefert. Die Amtsärzte haben ihre Büros im „Bureau municipal d’Hygiène“ oder „Bureau d’Hygiène“. Dennoch sollte vorerst das lokale Krankenhaus aufgesucht werden, damit von hier aus der für die Impfung zuständige Amtsarzt kontaktiert und der Impfpatient angekündigt werden kann. Die Adresse des Bureau d’Hygiène ist ebenfalls dort zu erfragen. Des Weiteren sollte der Krankenhausarzt den Grad der Exposition entsprechend der im Merkblatt aufgeführten Tabelle bestimmen und ggf. eine begleitende Antibiotikatherapie verordnen.

Achtung: Das Tollwut-Immunglobulin für die passive Immunisierung von nicht geimpften Personen nach Tollwutkontakt ist in Marokko nicht erhältlich!

Weiterführende Informationen:

Robert-Koch-Institut

Institute Pasteur, 1, Place Louis Pasteur, 20360 Casablanca, Marokko

E-Mail : pasteur@pasteur.ma

 Merkblätter:

Tollwut

Vorgehen nach Kontakt mit tollwutverdächtigen Tieren

Das marokkanische Recht verbietet außereheliche sexuelle Beziehungen. Übernachtungen von unverheirateten Paaren in einem Hotelzimmer können daher zu Problemen mit den marokkanischen Strafverfolgungsbehörden führen.

Sollten Sie oder Ihr/e Lebensgefährte/-in neben der deutschen Staatsangehörigkeit nicht auch noch die marokkanische oder eine andere arabische Staatsangehörigkeit haben, ist aber nicht davon auszugehen, dass das Hotel Sie nach Ihrem Familienstand fragen wird. Dies gilt insbesondere für Hotels mit internationalem Standard und Anspruch.

Zur Verwendung marokkanischer Urkunden im deutschen Rechtsbereich ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache erforderlich. Diese Übersetzung kann durch einen Übersetzer in Marokko oder in Deutschland gefertigt werden.

Die Botschaft fertigt keine Übersetzungen und bestätigt auch nicht deren Richtigkeit. Die Qualität der in Marokko tätigen Übersetzer ist sehr unterschiedlich. Der Botschaft hat Namen und Erreichbarkeiten einiger Übersetzungsbüros, deren Arbeit ihr aus der täglichen Praxis bekannt ist, auf dieser Liste zusammengestellt. Diese Angaben erfolgen ohne Gewähr und stellen keine Empfehlung dar.

 



Hier finden Sie die notwendigen Informationen zum Thema Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtserklärung:

Informationen zur Beurkundung einer Vaterschaftsanerkennung 

Informationen zur Beurkundung einer Sorgerechtserklärung

Bitte füllen Sie zusätzlich den Fragebogen aus und übersenden ihn zusammen mit den erforderlichen Unterlagen.

Bitte sehen Sie davon ab, alle Arten von Ausweisdokumenten per Post oder einem kommerziellen Versanddienstleister nach, innerhalb und aus Marokko heraus zu versenden.

Per Post versandte Ausweisdokumente werden durch die marokkanischen Behörden beschlagnahmt. Die Wiederherausgabe der Dokumente ist langwierig und erfolgt im Behördenaustausch zwischen den deutschen und marokkanischen Behörden. Die Botschaft kann die Verfahren nicht beschleunigen.

Allgemeine Informationen zur Regelung zum Wahlrecht von im Ausland lebenden Deutschen finden Sie auf der Website des Bundeswahlleiters unter diesem Link

Leichtere Einbürgerung für Nachkommen von NS-Verfolgten:

Hier finden Sie die Pressemitteilung auf Deutsch

Here you will find the press release in English


Die Einfuhr folgender Artikel ist verboten:

  • Drohnen (ferngesteuerte Flugobjekte)
  • Alle Arten von Feuerwaffen (ausgenommen sind Jagdwaffen, für die eine vorherige Genehmigung erforderlich ist)
  • Hieb- und Stichwaffen, die normalerweise am Körper getragen werden (als Teil der Campingausrüstung können sie mitgeführt werden)
  • Sprechfunkgeräte aller Art
  • Pornographische Erzeugnisse

In Marokko gelten strenge Devisenbestimmungen. Devisen müssen bei der Ein- und Ausfuhr ab einem Gegenwert von 100.000,-- MAD deklariert werden. Die Deklarationsbescheinigung ist aufzubewahren und erforderlichenfalls bei Ausfuhr wieder vorzuzeigen. Sie ist nur einmal gültig und darf nicht älter als 6 Monate sein. Dirham-Beträge dürfen bis zu einer Höhe von 2.000,- MAD ein- und ausgeführt werden.

Alkoholika und Tabakwaren sind zollpflichtig. Auskunft zu Freimengen und weiteren Fragen geben die Reise- und Sicherheitshinweise.

Touristen ohne Wohnsitz in Marokko können ihren außerhalb Marokkos zugelassenen PKW für sechs Monate zollfrei nach Marokko einführen. Innerhalb dieses Zeitraums muss der PKW wieder ausgeführt werden. Bei Fristüberschreitung droht eine erhebliche Zollstrafe. Bei Einreise mit einem Fahrzeug, das nicht vom Fahrzeugeigentümer selbst gefahren wird und bei einem Mietwagen, ist eine Vollmacht des Fahrzeugeigentümers erforderlich. Ebenfalls erforderlich ist eine für Marokko gültige grüne Versicherungskarte. Ohne diese Karte muss an der Grenze eine Kurzhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Einfache Schreiben und Bescheide an Adressaten in Marokko können direkt mit der Post mittels einfachen Briefs gesendet werden.

Weitreichendere Schriftstücke wie Ausgangs- und Widerspruchsbescheide an Adressaten in Marokko (auch Behörden) können mittels Einschreiben mit (internationalem) Rückschein gesandt werden.

Dies ist in Bezug zu Marokko völkerrechtlich zulässig i.S.d. § 9 Abs. 1 Nr. 1 VwZG. Die Botschaft ist daher grundsätzlich nicht zu beteiligen.

Sollten darüber hinaus Amtshilfeersuchen mit der Bitte um Zustellung an die Botschaft gerichtet werden, können diese nur erledigt werden, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen für Amtshilfe vorliegen.

Deutsche Konsularbeamte in Marokko sind nicht berechtigt, auf dem Amtshilfeweg von deutschen Behörden übermittelte Ersuchen um konsularische Zustellungen und Vernehmungen vorzunehmen.

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