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Nationale Visa

18.01.2018 - Artikel

Für langfristigen Aufenthalt (über 90 Tage).

Pässe mit verschiedenen Visa
Pässe mit verschiedenen Visa © Colourbox

Das Nationale Visum ist das Einreisevisum für einen langfristigen Aufenthalt zu einem bestimmten Reisezweck. Es wird in der Regel für 90 Tage, in bestimmten Fällen bis zu einem Jahr erteilt. Nach Einreise ist in der Regel ein inländischer Aufenthaltstitel zu beantragen.

Terminbuchung

Termine für Nationale Visa (Aufenthalte über drei Monate)

Bitte registrieren Sie sich in unserer Terminliste. Sie erhalten innerhalb von 30 Minuten eine E-Mail-Bestätigung Ihrer Registrierung. Damit können Sie sicher sein, dass Ihre Eintragung erfolgreich war. In einer zweiten Mail teilen wir Ihnen den Termin mit. Je nach Kategorie kann dies einige Wochen oder Monate  dauern. Falls Sie den Termin nicht einhalten können, nutzen Sie bitte den in der Mail aufgeführten Stornierungslink. Sie müssen sich dann erneut für einen Termin registrieren.

Wartezeiten für einen Termin zur Familienzusammenführung:

Aufgrund der großen Nachfrage auf einen Termin zur Familienzusammenführung sind die Wartezeiten aktuell wie folgt:

  • Februar 2018 = Termin zur Antragstellung zwischen September und November 2018
  • März 2018 =  zwischen Oktober und November 2018
  • April 2018 =  zwischen November und Dezember 2018
  • Mai 2018 =  zwischen Januar und Februar 2019
  • Juni 2018 =  zwischen Februar und März 2019
  • Juli 2018 =  zwischen März und April 2019
  • August 2018 =  zwischen April und Mai 2019
  • September 2018 = ab Juni 2019


Diese Angaben sind Schätzwerte auf Grundlage der aktuellen Antragslage und Kapazitäten des Konsulats.  Verschiebungen sind möglich. Bitte sehen Sie von Rückfragen ab! Die Bearbeitung von Fragen zum Bearbeitungsstand verlängert die Wartezeit für alle Antragsteller.

Besonderheiten für einen Visumtermin zum Studium:

Im vergangenen Jahr haben wir unsere Terminvergabe für Studenten umgestellt. Bewerber mit guten Abiturnoten/einer Zulassung zu einem Masterstudiengang etc. haben über die A-Liste vorrangig Termine erhalten. Das Verfahren hat sich bewährt: Wir konnten deutlich mehr Visa zu Studienzwecken erteilen.

Wir werden ab dem 01.11.2018 noch mehr Bewerbern den Zugang zur A-Liste ermöglichen. Künftig können sich alle Bewerber in die A-Liste eintragen, die:

  • Ihr Abitur mit der Note 13,5 Punkte oder besser bestanden haben oder
  • die ein sehr gutes B-1-Zertifikat haben (90 Punkte und mehr) oder
  • die ein gutes B-2-Zertifikat haben (80 Punkte und mehr) oder
  • ein Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen haben und die Zusage für ein Master (a) (Auch eine DSH-Kurs bedingte Zulassung zum Masterstudium berechtigt zur Eintragung in die A-Liste)- oder Promotionsstudium in Deutschland haben oder
  • eine Zusage für ein Stipendium einer deutschen Institution für ein Studium oder eine Promotion in Deutschland oder
  • die Prüfung zur Feststellung der Studieneignung an einem der Studienkollegs in Marokko erfolgreich bestanden haben

Alle anderen Studienbewerber tragen sich in die „B-Liste“ ein.

Wichtig! Sie müssen spätestens bei Ihrem Termin in der Visastelle eine dieser Voraussetzungen nachweisen. Sollten Sie sich auf der A-Liste um einen vorrangigen Termin beworben haben, ohne eine dieser Voraussetzungen nachweisen zu können, wird der Antrag umgehend und ohne weitere Prüfung zurückgewiesen.

Während der langen Wartezeiten auf der B-Liste entscheiden sich viele Studenten um und nehmen die ihnen zugeteilten Termine nicht wahr. Wir werden daher künftig immer Ende September und Ende März, vor Beginn des neuen Semesters, die B-Liste zurücksetzen und alle zu diesem Zeitpunkt bestehenden Einträge löschen. Neueintragungen sind dann ab Anfang Oktober/April wieder möglich.

Wichtig! Für alle Visa-Anträge gilt:

Alle Felder des Registrierungsformulars müssen korrekt ausgefüllt werden. Terminbuchungen mit falschen Angaben (falsche Schreibweise des Namens, falsches Geburtstagsdatum, etc.) werden storniert. In der Vergangenheit haben Antragsteller versucht, sich mit falschen Passnummern mehrfach zu registrieren - die Botschaft löscht in diesen Fällen alle Daten und Termine!

Wir empfehlen Ihnen dringend, ihren Termin selbst zu buchen. Die Botschaft vergibt keine Termine über „Händler“, „Berater“ oder „Dienstleister“ – Sie riskieren, viel Geld und Zeit zu verlieren!

Antrag vorbereiten

Sie sollten mit der Vorbereitung Ihres Antrags beginnen, sobald Sie Pläne für Ihren langfristigen Aufenthalt in Deutschland haben. Das gesamte Visumverfahren kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Bereiten Sie Ihren Antrag in folgenden Schritten vor:

  • Füllen Sie bitte das Visum-Antragsformular aus und bringen Sie einen Ausdruck zu Ihrem Termin mit.
  • Stellen Sie bitte die begleitenden Antragsunterlagen zusammen. Sie benötigen auf jeden Fall:

    Für die Antragstellung benötigen Sie auf jeden Fall:

    • zwei leserlich auf deutsch ausgefüllte, unterschriebene und mit Ihrer korrekten Telefonnummer und  Adresse versehene Antragsformulare;
    • drei biometrische Passfotos neueren Datums;
    • Identitätskarte (CIN) (im Original mit zwei Fotokopien);
    • Reisepass (im Original und zwei Fotokopien der ersten drei Seiten). Der Pass muss mindestens noch sechs Monate gültig sein und 2 freie Seiten vorweisen;
    • ein ausreichend frankierter und an Sie adressierter Briefumschlag



  • Welche Unterlagen Sie darüber hinaus benötigen, ergeben sich aus dem Reisezweck. Wir haben für Sie je nach Reisezweck die passende Checkliste zusammengestellt:

    Zum Termin bitte alle Dokumente im Original und zwei Fotokopien mitbringen.

    • Zulassungsbescheid einer deutschen Fachhochschule/Universität /Studienkolleg
    • Nachweis über Sprachkenntnisse (mindestens auf Niveau B1 des Europäischen Referenzrahmens in der Unterrichtssprache des Studiums)
    • Nachweis über die ausreichende Sicherung Ihres Lebensunterhalts während Ihres Studienaufenthaltes
    • Verpflichtungserklärung gem. §§ 66-68 AufenthG durch eine in Deutschland lebende Person für die voraussichtliche Dauer des Studiums (mindestens aber für ein Jahr), ausgestellt von der für den Wohnort des Verpflichtungsgebers zuständigen Ausländerbehörde mit Bonitätsprüfung
    • oder Einzahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 8.640 EUR auf ein Sperrkonto in Deutschland mit monatlicher Auszahlung von 720 EUR
    • oder Stipendienurkunde
    • Tabellarischer Lebenslauf mit genauen Angaben
    • Abiturzeugnis und Notenübersicht des Abiturzeugnisses 
    • Zeugnisse über universitäre Leistungen
    • Motivationsschreiben, eigenhändig verfasst und unterschrieben (maximal eine Seite)

    Eröffnung Sperrkonto für Studenten:

    Mit einem Sperrkonto können Sie im Visumsantragsverfahren ausreichend finanzielle Mittel nachweisen. Uns sind derzeit die folgenden Anbieter bekannt, die deutschlandweit Sperrkonten für Studenten einrichten:

    Es kann auch möglich sein, bei einer lokalen Bank an Ihrem zukünftigen Studienort ein Sperrkonto zu eröffnen. Informationen dazu können Sie bei Ihrer zukünftigen Hochschule oder Sprachschule erhalten oder sie fragen Sie dazu direkt die Bank. 


    Zum Termin bitte alle Dokumente im Original und zwei Fotokopien mitbringen.

    • Lebenslauf über den beruflichen Werdegang, mit Zeugnissen, Diplomen o.ä.
    • Deutscher Hochschulabschluss oder anerkannter ausländischer, einem
    • deutschen vergleichbarer Hochschulabschluss
    • (Ob Ihr ausländischer Hochschulabschluss anerkannt oder vergleichbar ist, können Sie in der Datenbank ANABIN abfragen: http://anabin.kmk.org/)
    • Motivationsschreiben mit Angaben zur geplanten Arbeitsplatzsuche (Branche, Region, geplanter Aufenthaltsort/Unterkunft etc.) (maximal eine Seite).
    • Nachweis der Finanzierung des gesamten Aufenthalts
    • Soweit verfügbar: weitere Nachweise über Ihre Vorbereitung der Arbeitsplatzsuche

    Zum Termin bitte alle Dokumente im Original und zwei Fotokopien mitbringen.

    • Lebenslauf über den beruflichen Werdegang, mit Zeugnissen, Diploma, etc.
    • Deutscher Hochschulabschluss oder anerkannter ausländischer, einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbarer Hochschulabschluss (Ob Ihr ausländischer Hochschulabschluss anerkannt oder vergleichbar ist, können Sie in der Datenbank ANABIN abfragen: http://anabin.kmk.org/)
    • Arbeitsvertrag / verbindliches Arbeitsplatzangebot mit Angaben zum Bruttojahresgehalt.

    Zum Termin bitte alle Dokumente im Original und zwei Fotokopien mitbringen.

    • Au-Pair Vertrag
    • Einladung der Gastfamilie in Deutschland und
    • Lebenslauf
    • Abitur- oder Abgangszeugnis mit Übersetzung ins Deutsche, ggfs weitere Diplome
    • Sprachnachweis A1
    • Kopien der Pässe der Gasteltern
    • Vollständig ausgefüllter, in der Visastelle erhältlicher Zusatzfragebogen „Au-Pair“ gem. dem Europäischen Übereinkommen über die Au-Pair-Beschäftigung


    Aupair- Aufenthalt Grundsätze:


    1. Der Antragsteller darf das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Maßgebend ist das Lebensalter zum Zeitpunkt der Antragstellung. Zum Zeitpunkt der Antragstellung sollten Sie mindestens 18 Jahre alt sein.

    2. Au-Pair-Antragsteller müssen über Grundkenntnisse (mindestens Niveau A1) der deutschen Sprache verfügen. Damit wird ihnen das Einleben und die Anpassung in der Familie, vor allem im Umgang mit den Kindern, erleichtert.

    3.  In der Gastfamilie muss Deutsch als Familiensprache gesprochen werden. Die Gasteltern dürfen nicht aus dem Herkunftsland des Au-Pair stammen.

    4. Das Au-Pair hilft der Gastfamilie bei der Betreuung der Kinder und bei allen anfallenden Hausarbeiten. Die Mithilfe beträgt ca. 30 Wochenstunden und soll so eingeteilt werden, dass das Au-Pair genügend        Zeit für Sprachkurse, zur weiteren Fortbildung und Freizeitgestaltung hat. Ziel des Au-Pair-Aufenthaltes ist nicht, eine Haushaltskraft zu ersetzen. Aus diesem Grund sollten grundsätzlich nicht beide Elternteile der Gastfamilie voll berufstätig sein.

    5. Ein Au-Pair ist kein(e) Haushaltsangestellte(r). Im Vordergrund steht die Verbesserung der Sprachkenntnisse und die Erweiterung des Allgemeinwissens. Ein Au-pair erhält daher statt Arbeitslohn eine Art Taschengeld. Dieses beträgt üblicherweise etwa 260,-- € im Monat.

    6. Deutschkurse sowie alle notwendigen Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen zahlt die Gastfamilie. Nachweise hierüber sollen bei Antragstellung vorgelegt werden.

    7. Weitere Informationen, insbesondere über empfehlenswerte Au-Pair Agenturen, finden Sie unter

    Zum Termin bitte alle Dokumente im Original und zwei Fotokopien mitbringen.

    • Verpflichtungserklärung gem. §§ 66-68 AufenthG Ihres zukünftigen Ehegatten zum Zwecke der Eheschließung oder der Nachweis über eigene genügende finanzielle Mittel bis zur Eheschließung.
    • Nachweis Ihrer Deutschkenntnisse auf Niveau A1 des Europäischen Referenzrahmens durch Zertifikat des Goethe-Instituts oder des ÖSD.
    • Marokkanische Ledigkeitsbescheinigung mit Übersetzung ins Deutsche
    • Falls Sie bereits verheiratet waren und jetzt geschieden sind: Legalisiertes Scheidungsurteil mit Übersetzung ins Deutsche
    • Nachweis des Standesamts in Deutschland, dass alle Voraussetzungen für die Eheschließung erfüllt sind, bzw. Terminierung der Eheschließung.




    Folgende Unterlagen legen Sie für den Visumantrag vor:
    Bei Ehegattennachzug

    • Legalisierte Heiratsurkunde mit Übersetzung ins Deutsche
    • Falls Sie oder Ihr Ehepartner vor dieser Eheschließung geschieden waren: Legalisiertes Scheidungsurteil mit Übersetzung ins Deutsche
    • Falls einer der Verlobten bei der Eheschließung minderjährig war: Gerichtliche Genehmigung der Eheschließung des Minderjährigen legalisiert und Übersetzung ins Deutsche
    • Falls sich einer der Verlobten bei der Eheschließung hat vertreten lassen: Vollmacht für die Eheschließung mit Übersetzung ins Deutsche
    • Angaben zu dem in Deutschland lebenden Ehegatten: Passkopie, ggf. Kopie aktueller Aufenthaltstitel, aktuelle Meldebescheinigung
    • Nachweis Ihrer Deutschkenntnisse auf Niveau A1 des Europäischen Referenzrahmens durch Zertifikat des Goethe-Instituts oder dem ÖSD. Wichtig: Deutschkenntnisse bei Ehegattennachzug  
    • Nachweis über eine Krankenversicherung

    Bei Kindernachzug (Kinder müssen persönlich mit vorsprechen!)

    Zum Termin bitte alle Dokumente im Original und zwei Fotokopien mitbringen.

    • Legalisierter Auszug aus dem Geburtenregister des Kindes mit Übersetzung ins Deutsche
    • Legalisierte Heiratsurkunde der Eltern mit Übersetzung ins Deutsche
    • Angaben zu den in Deutschland lebenden Eltern: Passkopien, ggf. Kopie Aufenthaltstitel, Meldebescheinigung
    • Vollständig ausgefüllter Zusatzfragebogen (im Original und einer Fotokopie)
    • Schulbescheinigung
    • Verpflichtungserklärung gem §§ 66-68 AufenthG von einem Elternteil
    • Bei Antragstellung durch einen Dritten: Vorlage einer Vollmacht der Eltern

    Die Vorsprache des in Marokko lebenden Elternteils und des Kindes ist grundsätzlich erforderlich.

    Zum Legalisationsverfahren gibt es ein gesondertes Informationsblatt (Informationsblatt für die Legalisation marokkanischer Urkunden)


    Zum Termin bitte alle Dokumente im Original und zwei Fotokopien mitbringen.

    • Geburtsurkunde des deutschen Kindes. Falls das Kind noch nicht geboren ist, Nachweis über Schwangerschaft mit voraussichtlichem Entbindungstermin
    • Vaterschaftsanerkennung und Zustimmungserklärung der Mutter
    • nach Möglichkeit Nachweis über Sorgeberechtigung für das deutsche Kind (z.B. beurkundete Sorgeerklärungen der Eltern)
    • Meldebescheinigung der Mutter
    • ggf. Nachweis zu der geplanten gemeinsamen Wohnung
    • dt. Reisepass/Personalausweis der Mutter (Kopie)
    • Nachweis Reisekrankenversicherung bei Abholung des Visums

    Das Königreich Marokko und die Bundesrepublik Deutschland sind Unterzeichnerstaaten des Haager Übereinkommens vom 19. Oktober 1996 über die Zuständigkeit, das anzuwendende Recht, die Anerkennung, Vollstreckung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der elterlichen Verantwortung und der Maßnahmen zum Schutz von Kindern (KSÜ).

    In Art. 33 KSÜ ist die Betreuung eines Kindes durch Kafala und Unterbringung in einem anderen Vertragsstaat geregelt. Die grenzüberschreitende Unterbringung ist für den deutschen Rechtsbereich in den §§ 45-47 IntFamRVG (Internationales Familienrechtsverfahrensgesetz) konkret ausgestaltet. Für die Erteilung eines Visums gem. § 7 Abs. 1 Satz 3 AufenthG ist es erforderlich, dass das Verfahren nach Art. 33 KSÜ i.V.m. §§ 45-47 IntFamRVG in der korrekten Reihenfolge durchlaufen wurde. Bevor das marokkanische Gericht über die Kafala und Unterbringung im Ausland entscheiden kann, muss es zunächst das zuständige Landesjugendamt in Deutschland beteiligen und ihm einen Bericht über das Kind und die Gründe zur Unterbringung übermitteln (Art. 33 Abs. 1 KSÜ).

    Laut Runderlass Nr. 47 S 2 des marokkanischen Justizministeriums vom 17.10.2016 ist dieses als zentrale Behörde mit der Umsetzung des Übereinkommens beauftragt. Die mit den Angelegenheiten von Minderjährigen betrauten Richter und Beurkundungsrichter müssen dem marokkanischen Justizministerium einen Bericht über das Kind und über die Beweggründe übermitteln, weshalb das Kind zur Betreuung vorgeschlagen wird. Anschließend nimmt das marokkanische Justizministerium als zentrale Behörde mit dem örtlich zuständigen Landesjugendamt in Deutschland Kontakt auf. Dieses muss dem Vorschlag – nach ergangener Genehmigung des Familiengerichts – zustimmen (§§ 45-47 IntFamRVG). Erst dann kann das marokkanische Gericht über die Kafala und Unterbringung im Ausland entscheiden. Regelungen zu den Voraussetzungen für die Kafala trifft das Gesetz 15-01.

    Zusätzlich zu den eingangs genannten Dokumenten bringen Sie zur Antragstellung bitte diese Dokumente im Original mit zwei Fotokopien mit.

    • Geburtsurkunde des Kindes (copie intégrale)
    • Reisepässe der Pflegeeltern (im Original und zwei Fotokopien der ersten drei Seiten), sofern vorhanden, CIN (mar. Personalausweis) der Pflegeltern
    • Aktuelle Meldebescheinigung der Pflegeeltern
    • Gerichtlicher Beschluss, dass das Kind von seinen leiblichen Eltern verlassen wurde.
    • Antrag der Pflegeeltern auf Betreuung des Kindes durch Kafala und Verbringung nach Deutschland an das marokkanische Gericht
    • Bericht des marokkanischen Gerichts mit dem begründeten Vorschlag der Unterbringung des Kindes bei Pflegeeltern in Deutschland. Dieser Bericht wird über das marokkanische Justizministerium an das zuständige Landesjugendamt weiter geleitet. Aus diesem Bericht sollte ebenfalls hervor gehen, ob das Pflegekind angehört wurde oder dies aufgrund seines Alters oder Reifegrades unangebracht war
    • Genehmigung der Entscheidung des Landesjugendamts durch das Familiengericht in Deutschland (einzuholen durch das Landesjugendamt)
    • Zustimmung des zuständigen Landesjugendamts zum Vorschlag der Unterbringung
    • Kafala-Beschluss des zuständigen marokkanischen Gerichts nach übermittelter Zustimmung des zuständigen Landesjugendamts;
    • Beschluss über Vollziehbarkeit des Kafala-Beschlusses (Execution)
    • Richterliche Genehmigung, dass das Kind Marokko verlassen darf
    • Krankenversicherung

    Bitte beachten Sie:

    • Die Botschaft kann die Erteilung des Visums von der Vorlage weiterer Unterlagen abhängig machen.
    • Marokkanische Urkunden müssen immer legalisiert und übersetzt werden. Bitte orientieren Sie sich hierfür an den jeweiligen Merkblättern.
    • Ein Visum kann nur dann erteilt werden, wenn das oben beschriebene Verfahren durchgeführt wurde.

    Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Verfahren:

    • Haager Übereinkommens vom 19. Oktober 1996 über die Zuständigkeit, das anzuwendende Recht, die Anerkennung, Vollstreckung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der elterlichen Verantwortung und der Maßnahmen zum Schutz von Kindern (KSÜ).
    • Bundesamt für Justiz (zentrale Behörde nach dem KSÜ) 
    • Merkblatt in französischer Fassung (zur Vorlage bei marokkanischen Behörden)
    • Gesetz 15-01 (nur in frz. Sprache)
    • Runderlass Nr. 47 S 2 des marokkanischen Justizministeriums vom 17.10.2016 zur Umsetzung von Art. 33 KSÜ (arabischer Text und deutsche Übersetzung)

     

    • vollständig ausgefüllter, in der Visastelle erhältlicher Zusatzfragebogen „Wiedereinreise“ (im Original und einer Fotokopie)
    • ggf. Verlust- bzw. Diebstahlbescheinigung der zuständigen örtlichen Polizeibehörde mit Übersetzung ins Deutsche
    • nach Möglichkeit zwei Kopien des bisherigen deutschen Aufenthaltstitels


  • Wenn bei Antragstellung noch nicht gefordert, muss der Krankenversicherungsnachweis spätestens bei Abholung des Visums vorgelegt werden.

  • Fehlende Unterlagen oder Nachweise können zur Ablehnung des Antrags führen. 
  • Buchen Sie bitte einen Termin, um Ihren Antrag zu stellen.

Wichtiger Hinweis:
Bitte übersenden Sie der Visastelle unaufgefordert keine Unterlagen – vor allem nicht vor Beantragung. Diese Unterlagen können hier nicht aufgehoben und zugeordnet werden. Bitte bringen Sie vollständige Unterlagen immer direkt zum Termin mit.

Antrag stellen

Um Ihren Antrag zu stellen, erscheinen Sie bitte persönlich zu Ihrem Termin bei der Visastelle der Botschaft. Diese nimmt Ihre vollständigen Antragsunterlagen sowie die Gebühr in Höhe von 75 EUR (zu entrichten in bar und in Dirham zum aktuellen Wechselkurs) entgegen, stellt Ihnen Fragen zu Ihrem Antrag und erfasst Ihr Foto und Ihre Fingerabdrücke.

Während der Bearbeitung

Die Visastelle prüft und entscheidet in Abstimmung mit der Ausländerbehörde über Ihren Antrag

Die Bearbeitung kann bis zu drei Monate, in Ausnahmefällen auch länger, dauern. Wir kontaktieren Sie, sobald über den Antrag entschieden ist. Bitte achten Sie daher unbedingt auf korrekte Kontaktdaten. Bitte haben Sie Verständnis, dass Fragen nach dem Bearbeitungsstand während der Bearbeitungszeit grundsätzlich nicht beantwortet werden. Danach gilt: Es werden nur Anfragen des Antragstellers selbst, seines gesetzlichen Vertreters oder eines schriftlich Bevollmächtigten beantwortet.

Rückgabe des Passes

Grundsätzlich können Sie Ihren Pass nur selbst abholen.

Falls Ihr Visumantrag abgelehnt wurde, kann das verschiedene Gründe haben. Wir nennen Ihnen diese Gründe im Ablehnungsbescheid.

Gute Reise!  Hinweise für Visuminhaber

Bitte prüfen Sie nach Erhalt Ihres Passes, ob alle Angaben auf dem Visaetikett korrekt sind. Fehler sollten Sie uns sofort mitteilen, damit wir Ihnen ein neues Visum ausstellen können.

Vergessen Sie nicht, sich direkt nach Einreise in Deutschland beim Einwohnermeldeamt anzumelden und einen Termin bei der Ausländerbehörde zu vereinbaren. Mit dem nationalen Visum können Sie innerhalb des Schengen-Raums reisen.

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